«Väter wollen präsenter sein» – Marco Ancora über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Ein LinkedIn-Post von Marco Ancora, Geschäftsführer des Verbands Swiss Marketing, hat im September 2025 für grosse Aufmerksamkeit gesorgt. Darin schildert er offen einen persönlichen Moment, in dem seine Tochter vergeblich auf ihn beim Familien-Schwimmtag wartete – während er beruflich gebunden war. Der ehrliche Beitrag ging viral und löste eine breite Diskussion über die Herausforderungen der Work-Life-Balance aus.
Ancora spricht im Interview über die emotionale Belastung, die viele berufstätige Eltern kennen: Der Wunsch, im Beruf erfolgreich zu sein und gleichzeitig als Elternteil präsent zu bleiben, ist oft schwer vereinbar. Er fordert ein gesellschaftliches Umdenken: Familienzeit dürfe nicht als «nice to have» gelten, sondern müsse als gesellschaftliche Notwendigkeit anerkannt werden. Unternehmen seien gefordert, klare Rahmenbedingungen für planbare Familienzeiten zu schaffen – und Eltern sollten diese aktiv einfordern.
Auch innerhalb des Verbands Swiss Marketing wird das Thema intensiv diskutiert. Besonders in den regionalen Clubs, wo Beruf, Familie und ehrenamtliches Engagement zusammentreffen, zeigt sich die Herausforderung deutlich. Ancora sieht den Verband in der Verantwortung, Best Practices sichtbar zu machen und familienfreundliche Strukturen zu fördern.
Sein Fazit: Persönliche Geschichten können auf Business-Plattformen wie LinkedIn wertvolle Impulse geben. Der Wunsch vieler Väter, präsenter zu sein, ist real – und die Arbeitswelt muss sich weiterentwickeln, um diesem Bedürfnis gerecht zu werden.
Artikel erschienen in der m&k der galledia group ag, Ausgabe September 2025.
markt-kom.com: https://www.markt-kom.com/de/markom/wir-vaeter-wollen-praesenter-sein/
